Projektbeispiel G9712R
Interim Management
Business Development
Brand Sales
Projektbeispiel: Aktivierung des Key Account Channels bei einem Hersteller von
Unterhaltungselektronik
Ausgangssituation
Der Kunde beobachtete Probleme bei seinen Key Accounts (meist stationärer Einzelhandel),
die mehr als 80% seines Umsatzes in dem Segment ausmachten. Bei fast allen Key Accounts
waren die Umsätze rückläufig, bei gleichzeitigen Verlusten von Marktanteilen und einem
sich intensivierendem Wettbewerb. Zugleich konsolidierten sich die Key Accounts selbst,
so dass die Betreuung einzelner Accounts stetig an Bedeutung zunahm.
In Summe wurde das Marktumfeld immer schwieriger, allerdings wurden auch Schwachstellen
im Betreuungskonzept der Key Accounts vermutet.
Zielsetzung
Die Zielsetzung war eine erhebliche Steigerung des Umsatzes in einem Zeitraum von weniger
als 12 Monaten, um die Planzahlen halbwegs halten zu können.
Zudem sollte unter Beachtung der zukünftigen Marktentwicklung ein langfristig valides
Betreuungskonzept für die Key Accounts entwickelt und implementiert werden.
Vorgehensweise
Das Projekt wurde in zwei Teilprojekten angegangen.
Um die kurzfristigen Planzahlen halten zu können, wurden in einem ersten Teilprojekt
Maßnahmen identifiziert und implementiert, um besonders gravierende Schwachstellen bei
der Betreuung der Key Accounts zu optimieren und zugleich den kurzfristigen Abverkauf
zu steigern. Dazu wurden primär das Sortiment, die Konditionenpolitik sowie die
Verkaufsaktionen analysiert. Dabei wurde festgestellt, dass in der Verbindung Produkt,
Preis (Endkunde, Key Account) und Risiko (Kommission) eine andere Schwerpunktsetzung
größere und schnellere Erfolge verspricht. Diese neue Schwerpunktsetzung wurde, nach
einem begrenzten Test, in die anstehenden Verkaufsaktionen integriert.
In einem zweiten Teilprojekt wurden die Marktentwicklungen genauer analysiert und darauf
basierend ein langfristiges Betreuungskonzept für die Key Accounts entwickelt. Zur
Analyse der Marktentwicklungen wurden Experteninterviews (externe und kundeninterne
Experten) geführt, bestehende Marktstudien analysiert sowie Kundenbefragungen zur Generierung
von Wettbewerberprofilen durchgeführt. Kernstücke der Analyse waren die Ableitung eines
Portfolios von Key Accounts mit verschiedenen Schwerpunkten im Marktangang sowie ein
Differenzierungsprofil gegenüber den Kernwettbewerbern. Darüber hinaus wurden Interviews
mit allen wesentlichen Key Accounts geführt.
Während das alte Betreuungskonzept einen einheitlichen Bearbeitungsansatz für Key Accounts
vorsah, wurde auf Basis der Analysen ein differenzierter Ansatz gewählt, der den Bedürfnissen
der einzelnen Key Accounts besser Rechnung trug. Daneben wurden Argumentationsrichtlinien für
einzelne Produktgruppen erstellt, die die wesentlichen Vorteile gegenüber den Wettbewerberprodukten
klarer herausstellten. Alle Key Accounter wurden in einem intensiven Schulungsprogramm auf
dieses neue Betreuungskonzept getrimmt. Den Key Accountern wurden ebenfalls die Fähigkeiten zur
Vermittlung ihres Wissens an die Mitarbeiter des Key Accounts mitgegeben. In der ersten Phase
wurden die Key Accounter selektiv durch einen Coach begleitet, um die korrekte Durchführung des
neuen Konzepts sicher zu stellen. Begleitend wurde ein umfangreiches, gut strukturiertes Handbuch
für die Key Accounter entwickelt.
Darüber hinaus wurde für selektive Key Accounts ein spezielles Sortiment entwickelt, um die
Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb bzw. den Sortimentsfit für diese Key Accounts gewährleisten
zu können.
Ergebnisse
Im Ergebnis konnten kurzfristig Umsatzsteigerungen realisiert werden, die ein Erreichen der
Planzahlen ermöglichten. Langfristig konnten aufgrund des neuen Betreuungskonzepts Umsatzsteigerungen
im zweistelligen Bereich realisiert werden.
Projektbeispiele
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